Climate-Tech Systems

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*kalkulierter Anstieg von Temperaturen in Hitzeinseln in Süd-Ost-Asien

Manifest


Die moderne Stadt ist die größte Thermomasse, die je von Menschenhand geschaffen wurde. Ihr Beton, Stahl und Asphalt absorbieren und speichern Solarenergie in gewaltigem Ausmaß. In den sich rasch verdichtenden Metropolen des Globalen Südens wirken Bauwerke nicht als thermische Barrieren, sondern als massive Oberflächenradiatoren, die unsere urbanen Zentren in unbewohnbare Mikroklimata verwandeln. Wir stecken in einer Sackgasse: Wir verbrauchen Millionen Megawatt, um Innenräume mechanisch herunterzukühlen, während Klimaanlagen immense Abwärme zurück auf die Straßen pumpen. Die natürliche Fähigkeit der Stadt zu atmen und zu lüften, wurde weitestgehend eingeschränkt. Die Umgebungsluft ist schlicht nicht mehr in der Lage, diese zusätzliche Hitzeeinwirkung aufzunehmen und zu regulieren.


Das Ziel ist es, die tote, Ressourcen aufsaugende Masse der gebauten Umwelt in ein lebendiges, urbanes Ökosystem zu transformieren. Wir sind überzeugt, dass jedes Gebäude, jedes Dach und jede Fassade zu einem aktiven Teilnehmer des städtischen Mikroklimas werden muss. Indem wir schweres, traditionelles Ziegelmauerwerk durch neuere Materialien wie AAC ersetzen und die Kühlleistung von Vegetation nutzen – bewässert durch dezentrales, geschlossenes Abwasserrecycling –, schaffen wir eine neue Logik des Bauens. Wir lassen die Natur die Arbeit tun, die Klimaanlagen nicht dauerhaft leisten können: die Stadt von außen nach innen zu kühlen.


Da die Oberflächentemperaturen auf konventionellen tropischen Dächern regelmäßig 60 Grad Celsius übersteigen, ist das Warten auf neue Bauvorschriften ein Luxus, den wir uns nicht mehr leisten können. Was bereits gebaut ist, muss jetzt analysiert und transformiert werden. Hier werden Hochhausstrukturen neu gedacht: nicht als statische Blöcke, sondern als metabolische Organismen – als Kohlenstoffsenken, Wasserkreisläufe und die „Mutterbäume“ des tropischen Betondschungels.


Diese Arbeit basiert auf 25 Jahren praktischer Erfahrung und Beobachtung. Sie spannt den Bogen von der Präzision des Steinmetzen bis hin zu fortschrittlicher wissenschaftlicher Forschung über Hochhausthermodynamik in Vietnam.


Die Systemarchitekturen sind keine konzeptionellen Träume; sie basieren auf empirischen Daten, sind für die Kreislaufwirtschaft konstruiert und haben ihre Widerstandsfähigkeit in Taifunen unter Beweis gestellt. Ein lebenswertes, kühles und widerstandsfähiges urbanes Umfeld für die Stadtbewohner zu sichern, ist die entscheidende Herausforderung für die Zukunft des Globalen Südens.

Vision


GOASIS entwickelt hochentwickelte, klimaresistente Systemlösungen für hochverdichtete urbane Räume in Südostasien (SEA) mit operativem Hauptsitz in Da Nang, Vietnam. Wir agieren in folgenden Kernbereichen:


Diagnose. Wir nutzen thermografische Bildgebung, um das städtische Gefüge kontinuierlich zu analysieren und verborgene thermische Schwachstellen des bestehenden Gebäudebestands sichtbar und messbar zu machen. Was als massiver Oberflächenradiator wirkt, muss thermodynamisch verstanden sein, bevor es transformiert werden kann.


Transformieren. Wir greifen gezielt in den frühen strategischen Entwurfsphasen ein, um konventionelle Architektur in hochperformante, vegetationsintegrierte Ökosysteme zu überführen. Durch zirkuläre Materialentscheidungen wie hochpräzisen Porenbeton (AAC), optimierte Gebäudehüllen und containerisierte Miyawaki-Mikrowälder ersetzen wir statische Totlast durch thermodynamische Leistung. So verwandeln wir aufgeheizte Betonstrukturen in sich selbst regulierende Kohlenstoff- und Wärmesenken.


Zirkulieren. In technischer Kooperation mit WILO Deutschland implementieren wir dezentrale, geschlossene Wasserkreisläufe auf Gebäudeebene. Durch die direkte Vor-Ort-Aufbereitung von Grauwasser mittels spezialisierter Membranfiltration (MBR) nutzen wir jeden Tropfen für die automatisierte Bewässerung vertikaler und horizontaler Vegetationssysteme. Keine Verschwendung, keine Überlastung städtischer Netze – jeder Tropfen verbleibt im geschlossenen Kreislauf.


Bauen. Wir entwickeln bezahlbare Wohnraumlösungen mittels 3D-Druck auf Basis regenerativer, lokal verfügbarer Ressourcen – Reishülsen, Kokosfasern, Ton und industrielle Reststoffströme. Durch direkte Waste-to-Built-Verfahren vor Ort reduzieren wir die Abhängigkeit von globalen Lieferketten, senken Baukosten drastisch und schaffen thermisch optimierten Wohnraum in einer Geschwindigkeit und Skalierbarkeit, die mit konventionellen Methoden unerreichbar ist. Das ist keine experimentelle Spielerei, sondern eine greifbare Antwort auf das akute Wohnungsdefizit im rasant wachsenden urbanen und ländlichen Raum Südostasiens.


Unser Ansatz basiert auf der festen Überzeugung: Resilienz ist kein optionales Zusatzfeature, sondern das unverhandelbare Fundament. Architektur muss konstruktiv so ausgelegt sein, dass sie schwersten Taifunen standhält, Kohlenstoff bindet, ihr Mikroklima aktiv kühlt und die langfristige Lebensqualität der Menschen sichert.



Mission


GOASIS entwickelt fortschrittliche, klimaresiliente Systemlösungen für dichte urbane Räume in Südostasien (SEA) – mit einem aktiven Hauptsitz und Testgelände in Vietnam. Wir arbeiten in drei Leistungsbereichen:


Diagnostizieren: Wir nutzen thermografische Bildgebung, um das städtische Gefüge zu überwachen und die verborgenen thermischen Schwachstellen des bestehenden Gebäudebestands sichtbar und messbar zu machen. Was als massiver Oberflächenradiator wirkt, muss thermodynamisch verstanden werden, bevor es transformiert werden kann.


Transformieren: Wir greifen in den strategisch frühen Phasen der Entwurfsentwicklung ein, um konventionelle Architektur in hochperformane, begrünte Ökosysteme umzuwandeln. Durch regenerative Materialentscheidungen wie AAC Masssteine, optimierte Gebäudehüllen und Miyawaki-Aufforstungen ersetzen wir unnötiges Gewicht durch thermodynamische Leistung. Wir verwandeln glühende Betonhüllen in selbstregulierende Kohlenstoff- und Hitzesenken.


Zirkulieren: In technischer Kooperation mit WILO Germany implementieren wir dezentrale, geschlossene Wasserinfrastrukturen auf Gebäudeebene. Durch die Erfassung und Aufbereitung von Grauwasser direkt vor Ort mittels spezialisierter Membranfiltration (MBR) nutzen wir jeden einzelnen Tropfen, um die Bewässerung der vertikalen und horizontalen Vegetation zu automatisieren. Kein Abfall, keine Überlastung der Infrastruktur – jeder Tropfen bleibt im Kreislauf.


Unser Ansatz wurzelt in der Überzeugung, dass Resilienz kein optionales Merkmal ist, über das man diskutieren kann – sie ist die fundamentale Basis. Architektur muss so konstruiert sein, dass sie verheerenden Taifunen standhält, Kohlenstoff absorbiert, ihre unmittelbare Nachbarschaft aktiv kühlt und dem langfristigen Wohlbefinden der Menschen im Inneren dient.



Lösungen & Projekte


In den vergangenen 20 Jahren haben sich die Gründer intensiv im gesamten Bausektor engagiert – von präzisen Details im Möbel- und Innenausbau über den schlüsselfertigen Wohnungsbau als Unternehmer bis hin zu Architektur- und Landschaftsgestaltung, TGA-/MEP-Planung und städtebaulicher Masterplanung. Stets angetrieben vom Anspruch auf echte Veränderung und zukunftsfähige Entwicklung.


Ergänzt wurde diese Praxis durch eine fast zehnjährige Lehrtätigkeit an der Hanoi University of Architecture: Hier vertieften wir die wissenschaftliche Forschung zu den mikroklimatischen Wirkungsfaktoren urbaner Räume und Hochhäuser, mit besonderem Fokus auf vegetationsbasierte Systemvariablen. Unser Schwerpunkt liegt auf technischen Ingenieur-dienstleistungen, präziser Ursachenanalyse und baulichen Lösungen für kritische Umwelt-, Resilienz- und Strukturfragen.


Als lokal verankerter Partner in Vietnam bietet GOASIS strategische Kooperationen in Forschung & Entwicklung (F&E).

Dies umfasst grüne Hochhauskonzepte, klimaresistente Quartiersentwicklungen, sozialen Wohnungsbau sowie innovative Konstruktionsmethoden auf Basis regenerativer Materialien (wie Reishülsen, Kokosfasern, Ton und Reststoffe).
Besonders soll mittels dem additiven Druckverfahren – in direkter Unterstützung des vietnamesischen Regierungsbeschlusses Nr. 338/QĐ-TTg sozialer Wohnungsbau betrieben werden.

Der 3D-Druck mit biobasierten Werkstoffen im geschlossenen Wertstoffkreislauf eröffnet einen konkreten Weg, um Baukosten zu senken, CO-Emissionen zu minimieren und die Bauausführung sowohl in ländlichen Regionen als auch in dynamischen Entwicklungsgebieten hocheffizient zu skalieren.

Gemeinsam gestalten wir Zukunft.



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